Siegfried am Anhaltischen Theater

Ich hatte vorgestern die Möglichkeit, den dritten Teil des Ringzyklus am Anhaltischen Theater zu sehen.

Das Bühnenbild war sehr futuristisch gewählt. Das Bühnenportal und der  Hintergrund der Bühne waren mit weißen Leinwänden verkleidet, auf denen Videosequenzen abgespielt wurden.

Das Bühnenbild verändert sich im Laufe des Stücks mehrfach. Anfangs sind Mime und Siegfried in einem “Zocker-Zimmer”, in dem auf einem Tisch und um den Tisch herum viel Müll und Pizzaschachteln zu finden sind. Die beiden spielen ein Computerspiel, welches die Anfangshandlung des Stückes wiedergibt. Man erkennt schnell, dass Siegfried der “Pro-Gamer” ist, der alles erreichen kann was er will und Mime einfach nicht über das Tetrislevel  heraus kommt. Man sieht, wie die Beiden im Laufe der Zeit in das Spiel hineingezogen werden.

Nach der ersten Pause, wird das Bühnenbild verändert. Nun ist kein Müll mehr auf der Bühne vorzufinden. Stattdessen stehen nun 3 Leinwände auf dem Boden. Diese werden im Laufe des Stückes bewegt und unteranderem auch gedreht. Dabei kommen auf der Rückseite der Leinwände Holzkäfige zum Vorschein. Diese werden unter anderem zur Darstellung eines Waldes genutzt. Der Felsen, auf dem Brühnhilde schläft, wird in Form eines 9 Tonnen schweren Würfels dargestellt. Man kann aus diesem Würfel eine Ebene hinaus drehen. Auf der somit geöffneten Fläche, lag Brühnhilde.

Nun noch ein paar Worte zu den Kostümen.
Die Kostüme waren ebenfalls, wie das Bühnenbidl, sehr futuristisch gewählt. an einigen Stellen erinnerten mich einige der Schauspieler an Charaktere aus dem Film Star Wars. Allerdings war dies eine gelungene Abwechslung und nicht etwas was jeder hätte vorhersehen können.
Daher gefiel mir die gesamte Inszenierung sehr gut,auch wenn ich sie niemandem empfehlen würde, der kein besonders großer Theaterfan ist.

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