Die Premiere

Endlich war es soweit. Nach einem halben Jahr der Plaung und der Proben war Esclarmondes deutsche Uraufführung gestern Abend ein voller Erfolg. Das Bühnenbild war großartig, die Kostüme beeindruckend und der Gesang deckte das gesamte Gefühlsspektrum der Oper. Der Prolog und der Epilog fanden beide in dem Bühnenbild statt, dessen Modell auch beim Artikel zu Bauprobe zu sehen ist, und die goldenen Säulen bildeten eine imposante Umgebung für das Erscheinen der Zauberin Esclarmonde aus dem Boden, umsungen und umfeiert vom byzantinischen Volk. Fast eine eigene Geschichte ist die Belagerung und Befreiung der Stadt Bloois im dritten Akt, umrahmt von den magischen Welten einerseits der Zauberinsel und andererseits des Waldes von Ardenne. Jedes Bühnenbild an sich war einzigartig, und insgesamt ergab sich eine Komposition, die besser kaum hätte sein können. Mit ungefähr 3 Kostümen pro Chorsänger und vollkommen eingekleideten Komparsen und Kinderchor wurde auch hier nicht gespart – das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Hauptrolle der Esclarmonde wurde beeindruckend von der Sopranistin Angelina Ruzzafante ausgeführt. Mit ihr brillierte Sung Kyu Park in der Rolle des Roland. Vollkommen zu Recht bekam das Stück schon in der zweiten Pause Jubelrufe und schließlich auch standing ovations. Insgesamt war es, wie Andre Bücker danach in seiner Premierenansprache sagte, der Beweis dafür, wie wichtig das Theater für unsere Gesellschaft sei und dass es sich lohne, auch in schlechteren Zeiten für einen Erhalt des Theaters zu streiten.

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